Was wir tun

Innovation und Pilotprojekte

Innovative kantonale Pilotprojekte rund um Kinderrechte und Migration koordinieren.




Le SSI Suisse coordonne des projets pilotes initiés par des autorités cantonales, ou en synergie avec des organisations spécialisées, autour de thématiques de droits de l’enfant ou de la migration. Ces mandats lui sont confiés en raison de son expertise des approches interdisciplinaires, de son réseau international de professionnel-le-s et d’expert-e-s, et de son réseau global présent dans 120 pays.

Elterlicher Konsens

Seit 2020 koordiniert der SSI Schweiz den Aufbau oder die Umsetzung von Pilotprojekten zum elterlichen Konsens in den Kantonen Freiburg, Waadt und Wallis, gemeinsam mit den Gerichten und den betroffenen Diensten. Dieses interdisziplinäre Projekt verweist Eltern, die sich trennen oder scheiden lassen wollen, an eine Mediation oder eine Begleitung zur gemeinsamen Elternschaft, um hochstrittige Elternkonflikte zu verhindern und die betroffenen Kinder zu schützen. Es fördert die Verständigung über die elterliche Verantwortung im heiklen Kontext einer Trennung oder Scheidung. Es bringt Richterinnen und Richter, sozialpädagogische und psychosoziale Fachpersonen, Anwältinnen und Anwälte, Familienmediatorinnen und -mediatoren sowie Psychologinnen und Psychologen zusammen, um Familien zu begleiten und die negativen Auswirkungen auf die Kinder zu begrenzen.

Transnationale Familienmediation

Der SSI Schweiz ist die zentrale Anlaufstelle für transnationale Familienmediation in der Schweiz im Rahmen des Malta-Prozesses der Haager Konferenz. Er informiert und orientiert Eltern und Fachpersonen, die mit einem grenzüberschreitenden Familienkonflikt konfrontiert sind, insbesondere bei internationaler Kindesentführung.

Je nach Bedarf bietet er Begleitung, Vermittlung an Mediationsdienste in der Schweiz oder im Ausland und in einigen Ländern eine transnationale Familienmediation an. Die Leistungen sind kostenlos und sollen den Dialog, die Aufrechterhaltung der Beziehung zwischen dem Kind und seinen Eltern und die Suche nach Lösungen im Sinne des Kindeswohls fördern.

Projet Repères - regroupement familial

Le projet Repères, en collaboration avec Elisa-Asile, vise à placer l’intérêt supérieur de l’enfant au cœur du processus de regroupement familial. Il développe une approche centrée sur l’enfant, qui prend en compte ses besoins, sa participation et sa protection tout au long de la séparation et de la réunification avec son ou ses parent·s en Suisse.

À partir de situations concrètes, le projet soutient les enfants et leurs parents dans les différentes étapes du regroupement familial : information et participation de l’enfant, préparation au départ et à l’arrivée, soutien aux parents, maintien des liens familiaux et protection de l’enfant. Les enseignements tirés de ces accompagnements permettront de développer des outils et des pratiques à destination des familles et des professionnel·le·s, afin de mieux préparer la réunification familiale, de prévenir les situations de vulnérabilités et de renforcer la prise en compte des droits de l’enfant.



Internationale Zusammenarbeit

Malta-Prozess der Haager Konferenz

Die Haager Übereinkommen von 1980 und 1996 binden nur die Staaten, die sie ratifiziert haben. Wird ein Kind in einem Nichtvertragsstaat zurückgehalten, hat der getrennt lebende Elternteil kaum rechtliche Möglichkeiten – hinzu kommen je nach Rechtstradition unterschiedliche Auffassungen von Obhut und Vormundschaft.

Statt auf ein neues verbindliches Instrument setzt der Malta-Prozess der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht auf einen dauerhaften Dialog zwischen Richterinnen und Richtern, Zentralbehörden sowie Expertinnen und Experten. Ziel: ein gemeinsames Verständnis schaffen und die transnationale Familienmediation dort ausbauen, wo das Recht nicht ausreicht.

Der SSI Schweiz beteiligt sich daran als zentrale Anlaufstelle für transnationale Familienmediation in der Schweiz. Seine Leistungen sind kostenlos und stehen Eltern wie Fachpersonen offen.

Drei Formen der Unterstützung

  • Informieren und orientieren — eine tägliche telefonische Beratung und die Vermittlung an die zuständigen Dienste.
  • Eltern unterstützen — Beratung, Begleitung und Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Beziehung zum Kind.
  • Auf die Situation einwirken — transnationale Familienmediation, Koordination der Rückkehr und Nachbetreuung.

Ein Pilotprojekt, das in Ihrem Kanton koordiniert werden soll?