
Strategie 2026-2029
Sechs Zielsetzungen
Die strategische Planung basiert auf einer Analyse der internen und externen Bedürfnisse sowie der sich ergebenden Chancen des SSI Schweiz. Sie identifiziert Entwicklungs- und Verbesserungspotenziale für unsere Organisation sowie für unsere Arbeit in den kommenden vier Jahren und bildet damit die Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung unserer Strukturen und Tätigkeiten.
Die Strategie 2026–2029 La stratégie 2026-2029 du SSI Suisse se déroule en six objectifs : trois objectifs organisationnels qui concernent la gestion interne et structurelle, et trois objectifs métier qui expriment l’évolution de notre pratique et de notre expertise.
Organisatorische Ziele
1
Operative Führung
Partizipative Einführung einer operativen Führungsstruktur mit dem Ziel, Rollen, Verantwortlichkeiten und Aktivitätssteuerung den praktischen Entwicklungen anzupassen.
2
Finanzierungsmodell
Entwicklung und Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten und gleichzeitig den Solidaritätsgrundsatz des SSI zu wahren.
3
Künstliche Intelligenz
Evaluation der Potenziale und Risiken des Einsatzes künstlicher Intelligenz im Hinblick auf Datenschutz, Vertraulichkeit und Zuverlässigkeit sowie Festlegung einer klaren ethischen Leitlinie.
Fachliche Ziele
4
Netzwerk in der Schweiz
Stärkung der Position des SSI Schweiz unter den Schweizer Akteuren im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes sowie unter den zentralen Akteuren im Migrationsbereich.
5
SSI Netzwerk
Vernetzung der Expertise des SSI Schweiz mit jener des internationalen Netzwerks, um den Praxisaustausch zu intensivieren und die Interessenvertretung nachhaltig zu stärken.
6
Das vorrangige Interesse des Kindes
Anstossen einer Reflexion über die Partizipation und die Einbeziehung der Meinung des Kindes in der Fallarbeit des SSI Schweiz, im Einklang mit dem Grundsatz des vorrangigen Interesses des Kindes gemäss der UN-Kinderrechtskonvention.
Der SSI Schweiz ist ein zentraler Ansprechpartner für den internationalen Kindes- und Erwachsenenschutz.
Auswirkung in der Schweiz
Beitrag zur Weiterentwicklung von Praxis und Gesetzgebung
Die Expertise des SSI Schweiz entfaltet sich auf verschiedenen Interventionsebenen, und seine Auswirkung in der Schweiz zeigt sich:
- bei den betroffenen Personen, die direkt Leistungen des SSI Schweiz in Anspruch nehmen;
- bei Fachpersonen des Kindes- und Erwachsenenschutzes durch Weiterbildungen, thematische Veranstaltungen sowie fachliche Beratung;
- bei öffentlichen Akteuren und Behörden wie Gerichten, dem Bundesamt für Justiz (BJ) oder dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Pilotprojekte
Die Kantone nutzen die pionierhafte Expertise des SSI Schweiz, die auf Interdisziplinarität und Netzwerkarbeit basiert, zur Umsetzung lokaler Pilotprojekte (beispielsweise zu Themen wie elterlicher Konsens im Kontext von Trennung und Scheidung oder zur Rückkehr und Reintegration von inhaftierten Personen in ihr Herkunftsland).
Internationale Dimension
Institutionen und NGOs im Bereich des Kindesschutzes in der Schweiz betrachten den SSI Schweiz als Partner mit hohem Mehrwert, insbesondere aufgrund seines Netzwerks in 120 Ländern. Von diesem internationalen Netzwerk und dieser internationalen Dimension profitieren somit auch die Schweizer Akteure im Kindes- und Erwachsenenschutz.
Referenzakteur
Der SSI Schweiz arbeitet mit kantonalen und eidgenössischen Behörden in den Bereichen Asyl- und Ausländerrecht, Zivilrecht, Strafrecht sowie im Kindes- und Erwachsenenschutz zusammen. Als aktiver Mitgestalter fachlicher Reflexionen und Entwicklungen in diesen Bereichen bringt er Stellungnahmen und Empfehlungen auf nationaler Ebene ein, verbreitet Good-Practice-Modelle und beantwortet Anfragen der Medien.